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Welche Rechtsformen gibt es bei Unternehmen und worin unterscheiden sie sich?

In Deutschland gibt es verschiedene Rechtsformen für Unternehmen, die sich vor allem in Bezug auf die Haftung der Gesellschafter und die Gründungs- und Führungsvoraussetzungen unterscheiden. Die wichtigsten Rechtsformen sind:

  1. Die GmbH (Gesellschaft mit beschränkter Haftung): Dies ist die häufigste Rechtsform für kleine und mittelständische Unternehmen in Deutschland. Die Gesellschafter haften nur bis zu ihrem Gesellschaftsanteil und nicht mit ihrem Privatvermögen.
  2. Die AG (Aktiengesellschaft): Dies ist eine Rechtsform für größere Unternehmen, bei der die Gesellschafter Aktien besitzen und nur bis zu ihrem Aktienkapital haften.
  3. Die OHG (Offene Handelsgesellschaft): Dies ist eine Partnerschaftsform, bei der die Gesellschafter persönlich und unbeschränkt haften.
  4. Die KG (Kommanditgesellschaft): Dies ist eine Partnerschaftsform, bei der es sowohl persönlich haftende Gesellschafter (Komplementäre) als auch beschränkt haftende Gesellschafter (Kommanditisten) gibt.
  5. Die GbR (Gesellschaft bürgerlichen Rechts): Dies ist eine Partnerschaftsform, bei der alle Gesellschafter persönlich und unbeschränkt haften.
  6. Die UG (Unternehmergesellschaft): Dies ist eine neuere Rechtsform, die besonders für Gründer geeignet ist. Die Gesellschafter haften nur bis zu ihrem Gesellschaftsanteil und nicht mit ihrem Privatvermögen.

Es gibt auch andere Rechtsformen wie zum Beispiel die Genossenschaft, die Stiftung und die Einzelunternehmung. Die Wahl der Rechtsform hängt von den Bedürfnissen und Zielen des Unternehmens ab und sollte sorgfältig überlegt werden. Es empfiehlt sich, professionellen Rat von einem Rechtsanwalt oder Steuerberater einzuholen.